Aktuelle Trends verstärken die Gründe für die Reaktivierung

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Aktuelle Trends verstärken die Gründe für die Reaktivierung

Beitragvon oesetalbahn2 » Donnerstag 18. November 2010, 22:17

Allenthalben ist eine Rückbesinnung auf den Nutzen der Bahn zu bemerken. Im Personen- wie im Güterverkehr gibt es immer mehr Forderungen nach Ausbau bzw. Reaktivierung von Gleisstrecken, in NRW z. B. soll der Rhein-Ruhr-Express (RRX) kommen, die Strecken (Lüdenscheid-)Meinerzhagen-Marienheide-(Gummersbach - Köln) und Brilon Wald - Brilon (Stadt) sollen wieder für den Personenverkehr in Betrieb genommen werden. Im Münsterland fordern einige Kommunen weitere Reaktivierungen von Bahnstrecken.
Die noch recht jungen Bahnverbindungen Dortmund - Winterberg und die Regio-Bahn (http://www.regiobahn.de) Kaarst - Mettmann wurden zu beinahe unfassbaren Erfolgsgeschichten, obwohl sie teilweise auf schon mal ganz stillgelegten Gleisen verlaufen (vgl. z.B. http://www.regiobahn.de/index.cfm?view= ... n&schrift=).

Im Güterverkehr sind die berechtigten Rufe nach mehr Transport auf Schienen besonders laut. So drängt die Wirtschaft auf den Ausbau des "Eisernen Rheins" und der Betuwe-Linie zwischen Rheinland und den Niederlanden.
Auch gibt es zu Recht von den Industrie- und Handelskammern Protest gegen die Rückstufung des Ausbaus der Ruhr-Sieg-Strecke. Die Wirtschaft setzt also wieder vermehrt auf die Bahn als unverzichtbaren Teil der Verkehrsinfrastruktur.

Die allgemeine Entwicklung bei Umwelt, Klima, Energie und Rohstoffen spricht ohnehin für die "reibungsarme" Rad-Schiene-Technik.

Auch die Bahnhöfe sind allerorten wieder verstärkt in der Diskussion, weil sie Knotenpunkte, Aushängeschilder, Eintrittstore und Identifikationsorte in ihren Städten sind. Und Bahnhöfe sind nur echt mit laufendem Bahnverkehr!

Hemer ist eine der wenigen Kommunen in Südwestfalen mit prognostziziertem Einwohnerzuwachs. Auch das ist eine gute Bedingung und ein gutes Argument für das Viel-auf-einmal-Verkehrsmittel Bahn!

Also: es gibt nicht nur zahlreiche gute Gründe für einen eigenen Bahnanschluss des Mittelzentrums Hemer, sondern sie werden durch viele gegenwärtige Trends sogar immer noch stärker!
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Re: Aktuelle Trends verstärken die Gründe für die Reaktivier

Beitragvon oesetalbahn2 » Mittwoch 1. Dezember 2010, 23:08

Und hier die Meinung von Klaus Reinhard zur aktuellen (Ende November 2010) Lage um Hemer und die Oesetalbahn (aus Anlass der Aktionen v. 26./27.11.10 in der Innenstadt Hemers):
Es kann auch in Hemer nicht ewig so weitergehen, mit immer mehr Individual-Straßenverkehr, und immer mehr Parkplätzen, ob kostenlos oder bezahlt. Irgend einer bezahlt immer die Rechnung für Schaffung und Unterhalt. Bei sich reduzierenden Ressourcen müssen alle Möglichkeiten der vorhandenen Infrastruktur ausgeschöpft, erhalten und genutzt, und nicht preisgegeben und zerstört werden.
Wir verfügen heute über eine intakte Bahninfrastruktur mit Tunnel, Brücken und Bahnübergängen zwischen Hemer und Menden, weiterführend bis Dortmund, mit konkurrierender Geschwindigkeit verkehrend. Anders als die topographisch benachteiligte und seit 1989 aufgegebene 9 km lange Bahntrasse Hemer - Iserlohn, die, um zeitliche Vorteile zu bieten, 80 % schneller fahren musste als der Autobus (5 km), kann die Bahnstrecke Menden - Hemer mit vergleichsweise minimalem Aufwand auf den Stand der Technik umgerüstet werden, sofern dies gewünscht wird und Mittel dafür bereitgestellt werden können. Selbst die inzwischen vollständig abgerissene Bahnstrecke Iserlohn - Hemer, wäre heute aufgrund der ungebremsten Zunahme des Individual-Straßenverkehrs hinsichtlich der Reisezeit voll wettbewerbsfähig, denn der Autobus benötigt für die 5 km lange Strecke fahrplanmäßig heute 23 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 15 km/h entspricht, die spielend zu unterbieten ist und zudem noch voraussetzt, dass keine Behinderungen durch Verkehrsstau zur Rush-Hour oder ähnlichem eintreten, da es in Hemer an den entscheidenden Kreuzungen keine verkehrslenkend wirksame Buskorridore gibt. (Nur die werden in Zukunft für noch mehr Staus und bei Autofahrern zu der Einsicht führen, dass mehr für den alternativen Schienen-Personen-Nahverkehr getan werden muss).

Zu denken geben sollte uns in Hemer, warum die Nachbarstädte Iserlohn und Menden ihre Bahn-Infrastruktur verbessern und ausbauen (Stadtbahnhof) bzw. unvermindert daran festhalten (Mendener Bahnhofsgebäude, Hönnetalbahn). -Was für Iserlohn und Menden richtig ist, kann für Hemer nicht vollkommen verkehrt sein.
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Re: Aktuelle Trends verstärken die Gründe für die Reaktivier

Beitragvon oesetalbahn2 » Freitag 3. Dezember 2010, 23:12

Auch die Bundesregierung will den Marktanteil des Bahnverkehrs steigern, vgl. z. B.
http://www.allianz-pro-schiene.de/press ... schiene-1/

Da sollte sich die sog. "Fläche" nicht abhängen lassen, schon gar nicht das für Bahnverkehr so günstig gelegene und - noch - ausgestattete Hemer!
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Re: Aktuelle Trends verstärken die Gründe für die Reaktivier

Beitragvon Simon the Sorcerer » Sonntag 5. Dezember 2010, 17:28

Zumal der Nordkreis demographisch nur eine Chance hat, wenn er sich Richtung Ruhrgebiet orientiert. Autobahnverbindungen gibt es ja mehr als genug.
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