Vorschlag zum Projekt der Regionale Südwestfalen 2013

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Vorschlag zum Projekt der Regionale Südwestfalen 2013

Beitragvon oesetalbahn2 » Samstag 13. Februar 2010, 02:26

Folgenden Vorschlag wollen wir als Projekt für die Regionale Südwestfalen 2013 machen:

[size=150]Regionale-Projekt[/size]

Südwestfalen-Brücke Stadt – Land - Fluss – Bahn -Rad

drei Flüsse
drei Täler
drei Bahnlinien
drei charakteristische Landschaften
eine Region


Südwestfalens Nordwesten - die Region des Brückenschlags
    zwischen Hochsauerland, Hellweg und Ruhrgebiet
    wo sich Kurkölnisches und Märkisches Sauerland treffen
    verbindet Stadt und Land
    mit Vergangenheit, Gegenwart und Zu(g)kunft
    mit alter und neuer Industrie
    mit vielseitiger Landschaft
    mit starker Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Handel
    und attraktiven Kultur- und Freizeitangeboten
    erfahrbar in Zug-Rad-Kombination

Das Bahn-Rad-Netz wird nicht nur die 3 Flusstäler Ruhrtal-Hönnetal-Oesetal kombiniert erschließen, sondern auch mehrere Städte (Fröndenberg, Menden, Hemer, Balve, Neuenrade) verbinden, aber auch viel Natur und Kultur, Geschichte und Moderne, Landschaft und Industrie.
Die 3 Bahnstrecken sind das geschichtliche und aktuelle Bindeglied des gesamten Projektes. Eine Hauptstrecke (Ruhrtal), eine Nebenstrecke in Betrieb (Hönnetal) und eine reaktivierte Nebenstrecke (Oesetal) laden zum Entdecken unserer Region ein.
Tourismus auf Schienen und Radwegen
Das Projekt ist überörtlich angelegt, d. h. im besten Sinne regional. Bahn und Rad sind bewährte, umweltfreundliche, preisgünstige und zugleich zukunftsweisende Verkehrsmittel, die ihre Stärke bei gegenseitiger Ergänzung und Verknüpfung voll entfalten können.
Den Ruhrtal-Radweg parallel zur Bahnstrecke Hagen - Bestwig (-Winterberg) gibt es schon länger. Er ist gerade auch wegen der Kombination mit der Bahn sehr beliebt und erfolgreich. Ab Fröndenberg führt außerdem der Radweg entlang der Hönne bis Menden-Lendringsen, ebenso zwischen Balve und Neuenrade. Die Lücke im schluchtartigen Mittelabschnitt des Hönnetals soll in den nächsten Jahren geschlossen werden. Auch hier verläuft der Radweg neben der Schienenstrecke der Hönnetalbahn.
Was liegt also näher, als die bewährte Zug-Rad-Kombination auch im Oesetal zwischen Menden und Hemer einzurichten? So können die von der Stadt Menden zum Ausbau geplanten Oeseteiche, Reitturniere an der Edelburg und Kulturveranstaltungen in Hemer bzw. Menden Ziele sein.
Das eröffnet weitere wechselseitige Ausflugsmöglichkeiten zwischen dem nahen Ruhrgebiet und dem nördlichen Sauerland. Hemer ist dabei besonders interessant wegen seiner Naturschönheiten Felsenmeer und Heinrichshöhle und den Nachfolgeangeboten zur LGS.
Von Hemer können anspruchsvollere Radrouten bis Neuenrade oder die Wocklumer Eisenhütte verlaufen oder etwas leichtere über Deilinghofen nach Klusenstein.
Die Bahnverbindungen lassen Radtouren in unserer Region deutlich attraktiver werden, weil man das Rad auf Teilabschnitten im Zug transportieren kann. Bahnstationen sind in das Radwegenetz eingebunden.

Nutzen auch für Alltag, Wirtschaft und Kultur
Selbstverständlich profitieren nicht nur Radausflügler und -touristen vom Nordsauerländer Bahn-Rad-Netz, sondern auch (Zu-Fuß-)Wanderer, Tagesausflügler zwischen den Städten z. B. aus oder nach Dortmund und nicht zuletzt alle möglichen Alltagsnutzer wie Pendler, Schüler, Einkaufende, Besucher von Veranstaltungen.
Die Bahn wird angesichts verstopfter Straßen und entnervender Parkplatzsuche als leistungsfähiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel in zunehmendem Maße neu entdeckt. Das zeigen erfolgreiche Streckenreaktivierungen wie die Regio-Bahn Kaarst – Mettmann sowie die geplanten Wiederaufnahmen von Zugverkehr Marienheide – Meinerzhagen – Brügge und Brilon Wald – Brilon.
Ihre Transportleistung für Güter hat die Oesetalbahn nach der ursprünglich geplanten Stilllegung beim Abtransport des Kyrill-Sturmholzes in 2007/2008 unter Beweis gestellt. Das grundsätzliche Interesse der Bevölkerung am Personenverkehr zeigte sich an den volksfestartig gefeierten (vorläufigen) Abschiedsfahrten im Jahre 2008.

Mehr städtisches Flair
Eines der erklärten Ziele der Regionale 2013 ist es, den Mittelstädten Südwestfalens mehr städtisches Leben und Lebensgefühl, also urbane Attraktivität zu geben.
In den großen Metropolen wie Hamburg und Berlin, aber auch im gesamten Ruhrgebiet gehören dazu ein gut ausgebautes Netz von Radwegen und Bahnen aller Art. Zur Kneipe, zum Konzert, ins Theater oder ins Museum, zum Einkaufsbummel, zum Sport oder zu den Stadtfesten kann man aufs Rad oder in die Bahn steigen und ohne Stau und Parkplatzsorgen an- und zurückkommen, innerhalb der Stadt oder zwischen den Städten. Je nach Wetter, Tageszeit, Kondition, Lust und Laune wählt man das Rad oder die Bahn oder kombiniert beides.
Ein attraktives Zugangebot auf den Schienen und gute Radwege an Ruhr, Hönne und Oese bringen ein gutes Stück dieser städtischen Mobilität für die „Brückenkopfregion“ des nordwestlichen Sauerlandes.

Städtebauliche und kulturelle Impulse
In Hemer und Menden liegen die Bahnstationen an zentralen und wichtigen Orten der jeweiligen Stadt, die beide in jüngster Zeit eine städtebauliche Erneuerung erfahren haben bzw. sollen.
In Hemer wurde das Bahnhofsgelände und große Teile der Innenstadt für die Landesgartenschau und die Zeit danach attraktive gestaltet. Das Gelände der LGS, die Fußgängerzone und das Felsenmeer als bedeutendes Geotop liegen nahe an Radweg und Bahnstation.

In Menden ist die Erneuerung des Bahnhofs seit Jahren dringend erforderlich. Außerdem steht die Neugestaltung zur Attraktivitätssteigerung der gesamten Innenstadt an. Dabei will man das Element Wasser sehr stark gestaltend einbinden. Der Mendener Bahnhof liegt direkt an der Hönne, wenige Schritte von der historischen Altstadt mit ihren Museen und denkmalgeschützten Gebäuden, den Plätzen der großen Veranstaltungen und den Einkaufsstraßen mit der Fußgängerzone entfernt. Auch zu den interessanten und beliebten Wäldern in der Waldemei und am Kapellenberg ist es nicht weit.
Die Schienen der Hönnetalbahn und der Rad-/Fußweg durch die Promenade begleiten die stadtnah verlaufende Hönne.

Ruhr, Hönne und Oese mit den sie begleitenden Bahnstrecken und Radwegen sind Bindeglieder, Lebensadern und Brücken für unsere „Region zwischen den Regionen“.

Die Bahnstrecke und ein paralleler Radweg zwischen Hemer und Menden haben also eine erkennbare verkehrliche, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung für das nordwestliche Sauerland. Erst die Reaktivierung der Oesetalbahn macht das gesamte Vorhaben komplett und innovativ, erst dadurch hebt es sich ab. Bisher wurden Radwege nämlich entweder neben in Betrieb befindlichen Bahnstrecken oder aber auf stillgelegten Schienentrassen angelegt. Diese Entwicklung könnte man hier zum Nutzen der Region und mit Vorbildwirkung für andere ändern!
Deshalb ist das Fluss-Städte-Bahn-Rad-Brückenschlag-Netz Ruhr-Hönne-Oese ganz sicher ein hervorragendes Regionale-Projekt

Schritt für Schritt zum Regionale-Projekt
1.)Erhalt der Bahnstrecke Hemer – Menden (Oesetalbahn); kein Abriss für einen Bahntrassenradweg
2.)Anlegen eines attraktiven neuen Radwegs von Menden nach Hemer neben Bahntrasse oder Oese
3.)Lückenschluss des Hönnetalradwegs zwischen Menden und Balve
4.)Erneuerung der Innenstädte unter Einbeziehung der Flüsse, Bahnstrecken, Bahnstationen und Radwege
5.)zunächst Sonderzugfahrten nach und zwischen Menden und Hemer zu den bestehenden großen Veranstaltungen (Kirmes, Hemeraner Herbsttage u. v. m.), zusätzlich gemeinsame neue Veranstaltungen mit Bahnpendelverkehr
6.)neue (tages)touristische Angebote mit Bahn- und/oder Radanreise nach Menden als Museumsstadt am Wasser und Hemer als Felsenmeerstadt und Tor ins Märkische Sauerland usw.
7.)Erhalt der Strecke und Sonderzugverkehr als Ausgangsbasis für eine künftige Wiederaufnahme von regelmäßigem öffentlichen Personenverkehr (Stadtbahn oder Regionalbahn, z. B. nach Dortmund)
8.)Erprobung und ggf. später Umsetzung innovativer Modelle für kombinierten Güterverkehr Schiene-Straße (z. B. zu den Oese-Steinbrüchen und am Industriepark Edelburg)
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