BM Esken kritisiert Mendener Einsatz für den Bahnerhalt

Hier finden Sie Neuigkeiten rund um die Oesetalbahn

BM Esken kritisiert Mendener Einsatz für den Bahnerhalt

Beitragvon oesetalbahn2 » Dienstag 18. Oktober 2011, 22:06

Auf der Veranstaltung "Hemeraner Unternehmerfrühstück" greift Hemers Bürgermeister M. Esken abermals die Bahnbefürworter an, weil deren Einsatz die Umsetzung des geplanten Elektrofachmarkts auf dem Gelände des Bahnhofs Hemer verzögere.

Im Presseartikel der Westfalenpost Menden v. 15.10.11 heißt es dazu unter der Überschrift "Mendens Einsatz für Bahn blockiert Elektromarkt:

"Harsche Kritik an der Nachbarstadt Menden und dort v. a. an den Grünen hat [BM] .... Esken beim Unternehmerfrühstück geübt. Der Einsatz der Mendener für die Bahn verzögere die geplante Ansiedlung des Elektrofachmarktes auf einem Teil des ehem. Bahngeländes, weil die Freistellung der Fläche nicht zeitnah erfolge. Menden blockiere dadurch die Innenstadtentwicklung in Hemer. Dabei sollten alte Ressentiments wie der Wegezoll doch vorbei sein, sagte Esken vor rund 60 Unternehmern. [....]"
oesetalbahn2
Oesetalbahner(in)
 
Beiträge: 260
Registriert: Samstag 6. Juni 2009, 00:21

Re: BM Esken kritisiert Mendener Einsatz für den Bahnerhalt

Beitragvon oesetalbahn2 » Dienstag 18. Oktober 2011, 22:35

Herr Bürgermeister Esken stellt einen Zusammenhang her, den es so nicht gibt und der schon gar nicht Absicht oder Ziel der Oesetalbahn(befürwort)er ist!
Dass es zu Verzögerungen beim geplanten Berlet-Markt kommt, liegt an dem komplizierten und recht starren Verwaltungsverfahren zur Freistellung (Entwidmung) eines kleinen Teils der Bahnflächen.
Sowohl die Oesetalbahn als auch der Einsatz für ihren Erhalt und ihre Reaktivierung sind viel älter als die Idee zum Elektromarkt am ehemaligen Bahnhof. Wir sind auch nicht gegen diesen Einkaufsmagneten.
Wir wollen aber eine Lösung, die eine künftige Reaktivierung der Strecke weder blockiert noch unnötig erschwert. Unseres Wissens gibt es auch einen Weg, der sowohl dem Elektromarkt als auch der Bahn genung "Luft zum Leben" lässt.

Zu des BM's Anspielung auf alte Zeiten mit "Feindschaft" zwischen Hemer (Grafschaft Mark) und Menden (Kurköln/Hzm. Westfalen) noch Folgendes:
Diese Trennung der Städte mit Wegezoll u.s.w. ist seit nun knapp 200 Jahren vorbei. Seitdem liegen wir immer im selben Staat, im selben Land und im selben Kreis.
Und eine sehr wichtige Gemeinsamkeit und Verbindung war und ist die Bahnstrecke (Iserlohn-)Hemer-Menden. Und wir möchten, dass sie das auch künftig wieder wird!
oesetalbahn2
Oesetalbahner(in)
 
Beiträge: 260
Registriert: Samstag 6. Juni 2009, 00:21

Re: BM Esken kritisiert Mendener Einsatz für den Bahnerhalt

Beitragvon oesetalbahn2 » Dienstag 18. Oktober 2011, 22:58

Hier noch die Pressemitteilung des Oesetalbahnvereins v. 18.10.11 auf die Äußerungen Herrn Eskens:

Die Äußerungen des Bürgermeister Esken auf dem neunten Hemeraner Unternehmerfrühstück dürfen aus Sicht des Oesetalbahnvereins nicht unerwidert bleiben. So soll augenscheinlich der Eindruck erweckt werden, eine Verwirklichung des Berlet-Projekts hinge direkt mit dem Abbau der Eisenbahnverbindung Hemer – Menden zusammen. Dies ist falsch!
Das Gebiet des Berlet-Marktes soll als Bahnfläche entwidmet werden, damit gebaut werden kann. Eine Entwidmung dieses Gebietes wird unseres Wissens gerade geprüft. Wie so viele Verwaltungsprozesse, beansprucht das offensichtlich Zeit. Der Oesetalbahnverein hat hierzu schon im Juli in einem Schreiben an die Stadt Hemer Gesprächsbereitschaft signalisiert. Vielleicht lag es an der Urlaubszeit, dass bis dato die Antwort aussteht. Die Stadt Menden hat als zu beteiligende Kommune keine Bedenken zum Berlet-Projekt angemeldet (unterstützt übrigens das Berlet-Projekt einstimmig).
Unabhängig davon ist der Rückbauantrag zur Strecke Hemer - Menden zu sehen. Hierzu werden Stellungnahmen aller Beteiligter durch die Bezirksregierung in Arnberg eingefordert. Auch dieser Verwaltungsakt bedarf Zeit. Wir sind noch immer der Meinung, dass die Stadt Hemer nicht konsequent handelt, wenn sie selbst die Aufnahme einer Bahnverbindung in den Nahverkehrsplan beantragt und parallel einen Rückbauantrag stellt. Ein Schildbürgerstreich. Die Formulierung des Bürgermeisters „Endgültiges Ende der Schienenverbindung Hemer – Menden“ steht darüber hinaus im absoluten Widerspruch zu bisherigen Äußerungen des Bürgermeisters. Offiziell wurde immer davon gesprochen, dass ein Radweg im Bedarfsfall (oder nach 5 bis 10 Jahren) ganz schnell wieder in eine Eisenbahnstrecke umgewandelt werden könnte. Nun vertritt Herr Esken offensichtlich auch unsere Meinung, dass es dem Steuerzahler nicht zumutbar ist, erst das eine und dann das andere zu finanzieren. Deswegen bleiben wir auch dabei, dass die Potentialuntersuchung im Rahmen des Nahverkehrsplans von unabhängiger Stelle abgewartet werden sollte. Wie sinnvoll ist die Reaktivierung der Bahnstrecke Hemer-Menden mit einer Direktverbindung nach Dortmund? Diese Frage soll beantwortet werden in einem Gutachten. Hat Herr Esken etwa Sorge, dass diese Potentialuntersuchung positiv für Hemer ausfällt?
oesetalbahn2
Oesetalbahner(in)
 
Beiträge: 260
Registriert: Samstag 6. Juni 2009, 00:21


Zurück zu Neuigkeiten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron